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30 Jahre Mondlandung in Memorian

30 Jahre Mondlandung


Die Stationen des Einlasses bis zum betreten der kleinen Bühne in ihrer Gestaltung und Wirkung auf die Besucher. Der Bereich wurde von Sandra Draschaft, Dominik Rinnhofer Wiebke Sander, Marc Thurow und Ulla Brandenburg gestaltet und betreut. Standort: Theater Basel

mit transfere, Xavier Zuber und als Gast H.R. Giger

Werkstättenzufahrt, Innenhof vor der Schranke.
Die Besucher werden an der Schranke von Sicherheitsbeauftragten gestoppt und kontrolliert. Es wird die Verstrahlung der einzelnen Gäste überprüft um eine Überkontaminaton im Inneren des Zentrums zu vermeiden.
-Das Warten an sich erzeugt bereits eine Spannung, die mit Mutmassungen, was nun alles passieren wird verbunden ist.

So entsteht beim Besucher an dieser Stelle schon eine Vorstellung. Man äugt nach vorne um zu sehen, was sich denn da abspielt, warum es so langsam vorwärts geht. Dabei entdeckt man den Wachmann und die Schranke.

Dem Besucher wird hier schon bewußt, dass sich dieses Theaterstück ausgeweitet hat. Räumlich. Eingeladen wurden Weltraumenthusiasten Der Securityman soll Kontrolle und Sicherheit suggerieren. Im Theaterkontext aber, in dem diese Figur steht, erzeugt sie Fragezeichen in den Köpfen der Ankommenden. Was ist denn das jetzt?

Außerdem geschieht diese Konfrontation noch sehr weit außerhalb (des Theaters), was Belustigung auf der einen Seite und Verwunderung auf der anderen Seite auslsst. Die Sicherheit die diese Vertrauensperson ausstrahlen soll, verwandelt sich im Theaterzusammenhang in Unsicherheit und Spannung. Eine Dame bekleidet mit einem Stewardessenkostüm im Stil der 60er Jahre empfängt die Anksmmlinge nach der Schranke und weißt sie kurz in die Vorschriften die am Gelände einzuhalten sind ein. Dies geschieht in der, Stewardessen so üblichen, überdeutlichen Sprache und Gestikulation. Sie verteilt Kaugummis an die Besucher die, ....zur Speichelanalyse später im Labor untersucht werden....

-Diese Situation, gepaart mit der Aufforderung "..das Kaugummi gründlich durchzukauen..." wird ganz klar als Persiflage auf alle arten von Stewardessentum erkannt und lsst die Stimmung der Besucher. Ein Schmunzeln huscht jedem über das Gesicht.

Dabei spielt der Ernst mit dem die Stewardesse ihre Aufgabe bewSltigt eine große rolle. Nur durch ihre Ernsthaftigkeit ihrer Darbietung, glaubt man daran, dass zumindest sie glaubt eine Stewardesse zu sein und befolgt ihr zuliebe die Anweisungen. Auch die Tatsache, dass man kein "Spielverderber" sein mschte in dieser Gruppe von 20 Leuten in der man sich befindet. Hier spielt erstmals die Gruppendynamik eine große rolle. Die Gruppe entsteht durch die Leitfigur, die sich ab diesem Zeitpunkt gebildet hat. "ich bin ihre Begleiterin..." "bitte ich sie den Aufforderungen unseres Personals unbedingt folge zu leisten..." Diese Floskeln erkennt jeder. In unzähligen filmen gehört, auf etlichen Museumsführungen, (Berg)werksbesichtigungen etc. etc. erlebt.

Die Gestikulation, die teilweise vollkommen sinnlos ins Leere weist, dient nur dem Aufbau einer bestimmten Grundstimmung, eines Gefühls, eines Ambiente. Die ganze Veranstaltung bekommt ein bisschen den Flair von Vergnügungsparks bzw. einer Besichtigung am Cap Canavarall. Die Gruppe von 20 Personen wird an eine Person übergeben, die nun ein kurzes Trainingsprogramm mit den Besuchern durchführt. Als erstes wird man aufgefordert eine Rakete zu bilden dann durchbricht man die Stratosphäre und die ionosphäre um schlieslich schwerelos im all zu schweben. Zur beruhigung der gäste, verliest wärendessen ein "collegeboy" per Megaphon Namen verunglückter oder bereits gestorbener Astronauten.

-Hier beginnt die Interaktion. Jeder wird selbst gefordert. Sich bewegen, lockern. Es war eigentlich nicht der grundgedanke, aber bei Tagungen von Firmenchefs/ managertrainings, stehen ebenfalls Lockerungsübungen am Anfang um seine Steifheit zu verlieren. Oftmals täte dies dem Theaterpublikum auch ganz gut. Hier im halböffentlichen bereich; immerhin ist der Hof doch relativ gut einsehbar, Turnübungen zu absolvieren fordert schon eine gewisse "Coolness" von den Beteiligten. Wieder ist es der Ernst, in dem der Trainer seine Anweisungen erteilt, der es ermöglicht fast alle zur Teilname zu bewegen. Irgendwie sind wir es doch gewohnt anweisungen zu befolgen. Diese Fitness- und Airobicnummer kombiniert mit den englischsprachigen ansagen des schuljungen erzeugen sehr starke assoziationen zu amerika. Zusätzlich zu diesen Aktionen überquert während dieser zeit noch ein astronaut (Buzz) mit Presseteam, Technikern, Ingeneuren und dibersen Nasa mitarbeitern den Hof. Der Astronaut winkt der menge und verschwindet schliesslich im Fahrstuhl.

-Klar ist, wir befinden uns noch auf der Erde, aber der Start wird in bälde erfolgen. Langsam kommt Hektik auf, Presse, Fotografen Techniker in Gabelstaplern, Bewegung. Kerosingeruch in der Luft. Buzz der Astronaut winkt, will näher an die Menge heran, wird aber von Personen in Anzügen zurükgehalten. An dieser Stelle verstärkt sich der Eindruck auf einer Raketenabschussbasis zu sein. Da man hier nochmals anstehen muss, um in die erste Reinigungsschleuse vorgelassen zu werden, bleibt Zeit sich im Hof umzusehen.
Meterhohe, mit Abdeckplanen verhüllte Objekte lassen Raketenteile vermuten. Das Logo des Theaters hat sich verändert, ist zum Logo einer fiktiven Schweizer Mondmission geworden. Techniker in weissen Anzügen laufen herum, der Stapplerfahrer bringt ein grosses qualmendes Gerät in den Fahrstuhl. Technische Teile werden am Kran hochgezogen, der Astronaut betritt den Fahrstuhl dichter Nebel tritt aus diesem aus und schwebt über den ganzen Hof. Spätestens hier weiss es jeder, wir befinden uns mitten im stück.

Die Schleuse Vor einer Tür steht ein Securityman, der angewiesen ist im 4 Sekundentakt die Leute einzulassen. Jeder Besucher betritt einzeln einen Gang, in dem sich ein Tor aus Leuchtstofflampen befindet. Unter diesem Tor steht eine Waage. Am Tor erwartet den Besucher ein Techniker mit einem Staubsauger in der Hand. Dadurch, dass der Gang nur einzeln betreten werden kann, bekommt der Raum eine künstlich gehobene Bedeutung. Jede Person muss durch das Lichttor hindurch und wird gewogen. Anschliesend wird jeder abgesaugt.